Über die Kooperation
Das interdisziplinäre und standortübergreifende Lehrforschungsprojekt «Digitale Grenzen überwinden» von Florian Krückel und Dan Verständig verfolgte die übergeordnete Zielstellung der Entwicklung innovativer Konzepte für medienpädagogische Fragestellungen im Horizont der Digitalität.
Ziel des Lehrforschungsprojekts
Im Mittelpunkt des kooperativen Vorhabens stehen Fragen nach digitalen Veränderungen und Phänomenen in gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Zusammenhängen. Ziel der Kooperation ist es den Studierenden beider Standorte praktische, berufsvorbereitende Erfahrungen zu ermöglichen, diese reflexiv aufzugreifen und Problemstellungen des Digitalen in die Lehrerbildung und medienpädagogische Arbeit zu tragen und dabei über die Grenzen der Bundesländer hinweg zu arbeiten, Netzwerke zu gründen und so die jeweilig landesspezifischen Umsetzungsstrategien der Digitalisierung in den Blick zu bekommen und ins Verhältnis zur eigenen Entwicklung zu setzen. Postdigital heißt dabei eben nicht, dass digitale Technologien keine Rolle mehr spielen, im Gegenteil. Sie sind vielmehr ein integraler Bestandteil im digitalen Zeitalter.
Der Zugang zu den Themen verfolgt dabei eine kulturwissenschaftliche Erschließung, die die technische Perspektive auf das Thema erweitert und dabei nicht negiert. Sie schließt in diesem Bereich an eine erste Initiative der Universität Würzburg (Phil:Mint) an, in der Phänomene der menschlichen Lebenswelt möglichst ganzheitlich, das heißt disziplinübergreifend in den Blick genommen werden.
Neue Einblicke und der Ausblick auf zukünftige Berufsfelder
Eine solche Konzeption und die Fokussierung auf eine Kultur der Digitalität, wie sie von Stalder (2016) beschrieben wird, bietet den Studierenden einen ersten Einblick in ein mögliches Berufsfeld der Fort- und Weiterbildung und deren Unterschiede in beiden Bundesländern. Ebenso reagiert dieses Konzept auf die tagesaktuellen Herausforderungen von Forschung, Lehre wie auch Schule nämlich denen des Digitalen und liefert Vorschläge der Teilhabe im gewinnbringenden sowie innovativen Umgang mit diesen Themenkomplexen. Hierdurch wird eine enge Verknüpfung zwischen den verschiedenen Phasen der Lehrerbildung und der medienpädagogischen Arbeit angestoßen, welche durch die länderübergreifenden Erkenntnisse einen nachhaltig positiven Einfluss auf die landesspezifischen Umsetzungsstrategien von Bildung im (post-)digitalen Zeitalter haben sollen.
Eine Open Access Publikation zum Projekt ist hier erschienen:
Ahlborn, J., Gröschner, M., Krückel, F., & Verständig, D. (2022). Digitale Grenzen überwinden: Praktiken der Spätmoderne zwischen Kreativität und Exploration. In T. Damberger, I. Schell-Kiehl, & J. Wahl (Hrsg.), Pädagogik, Soziale Arbeit und Digitalität (S. 150–163). Beltz Juventa.
Unterstützung
Das Vorhaben wurde durch Mittel zur Steigerung der Qualität der Studienbedingungen und der Lehre der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg sowie des Unibunds unterstützt und gefördert. Darüberhinaus erfolgte eine Unterstützung des Zentrums für digitale Innovationen über die Bereitstellung der Räumlichkeiten zum kreativen Austausch und gemeinsamen Arbeiten in Würzburg.